Freie Plätze
Beschreibung
🧚 Die Sage vom Erdmannlistein: Das bittere Ende der Hilfsbereitschaft Die bekannteste Geschichte der Region erzählt von den Erdmannli (kleinen Erdmännchen), die vor langer Zeit in den Höhlen unter der Steingruppe lebten. Sie waren den Menschen gegenüber sehr freundlich, friedlich und hilfsbereit: • Die guten Taten: Wenn die Bauern in Waltenschwil oder Wohlen bei der Ernte Hilfe brauchten oder die Hausfrauen Unterstützung im Haushalt suchten, sprangen die Erdmannli heimlich ein. Sie verlangten nie Geld, sondern freuten sich einfach über ein bisschen Essen – besonders über eine Schüssel Milch oder Brei, die man ihnen hinstellte. • Das Tabu: Die Erdmannli hatten nur eine einzige Bedingung: Niemand durfte versuchen, in ihre Höhle unter den Steinen zu blicken, sie auszuspionieren oder sie zu verspotten. • Der Verrat: Eines Tages trieben zwei übermütige, neugierige Burschen aus der Gegend Unfug. Sie schlichen zum Erdmannlistein und warfen aus purem Mutwillen dicke Steine und Dreck tief in den Höhleneingang hinunter, während sie die kleinen Wesen laut auslachten. • Das Verschwinden: Seither hat kein Mensch mehr ein Erdmannli gesehen. Sie fühlten sich zutiefst gekränkt und betrogen. Die Höhle blieb leer, und die Bauern mussten ihre schwere Arbeit fortan wieder ganz alleine erledigen. 🪨 Die Sage vom Bettlerstein: Das versteckte Schloss Der Bettlerstein liegt etwas verborgener und wirkt wie eine riesige, flache Tischplatte mitten im Wald. Die Sage verbindet ihn mit einem untergegangenen Reich: • Das verwunschene Schloss: Die Legende besagt, dass der Bettlerstein in Wahrheit kein gewöhnlicher Felsbrocken ist, sondern das Dach eines prächtigen, unterirdischen Schlosses. • Der gierige Bettler: Ein alter, habgieriger Bettler soll einst herausgefunden haben, dass sich unter der Steinplatte unermessliche Schätze – Gold, Silber und Edelsteine – befinden. Er versuchte tagelang, den Stein anzuheben oder zu umgraben, um an den Reichtum zu gelangen. • Der Fluch: Weil er jedoch aus purem Geiz handelte und den Schatz nicht teilen wollte, wurde er von den unsichtbaren Schlossgeistern bestraft. Der Stein senkte sich für immer unerschütterlich tief in die Erde, und der Bettler blieb arm. Seither trägt der Stein seinen Namen – als Warnung vor Gier.
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